Es ist die alljährliche Messe für Nerds, Alu-Hüte, Netzpolitikern und Aktivisten für Freiheit und Privatsphäre im Netz: Der Chaos Communication Congress in Hamburg, dieses Jahr unter dem Motto “Works for Me”. Der Titel ist eine Anspielung darauf, dass Firmen gerne diverse “vernetzten” Geräte auf den Markt werfen – und sie dann kaum oder nie wieder updaten.

 

Foto vom CCC 2015

Foto vom CCC 2015

Der grandios organisierte Kongreß schneidet auch alle Talks mit und stellt sie dann ins Netz:

Auf der offiziellen Media-Seite des 33C3 könnt ihr jede Menge interessante Vorträge vom 33C3 nachhören und – sehen.

 

Eine Auswahl von spannenden Vorträgen:

Bonsai Kitten waren mir lieber – Rechte Falschmeldungen in sozialen Netzwerken

dazu interessant: http://hoaxmap.org/

The Untold Story of Edward Snowden’s Escape from Hong Kong

Flüchtlinge halfen Snowden, sich zu verstecken, und sind jetzt in sehr prekärer Lage

Die Sprache der Populisten

sehr schöne Analyse von AfD bis Seehofer

State of Internet Censorship 2016

The Fight for Encryption in 2016 

Was ist sie noch wert nach Apple vs. FBI ?

Where in the World Is Carmen Sandiego?

Hinter diesem alten Game-Titel verbirgt sich ein Hacking von Flugbuchungssystemen, die heute noch so sicher sind wie in den 80ern….

 

Roboter sind aller Munde, und wie sie unser Leben und unsere Arbeitswelt verändern werden. Der Film “Ex Machina” (2015) von Alex Garland ist ein fazinierender Film zum Thema Künstliche Intelligenz – und superintelligent gemacht, mit einer absolut schlüssigen visuellen Ästhethik – und das für einen unabhängig produzierten Film mit recht geringem Budget.

Der Filmtrailer:

Der junge Programmierer Caleb (gespielt vom charismatischen Domhnall Gleeson) arbeitet für die Suchmaschine “Bluebook”, die irgendwie sehr an Google erinnert, und wird in eine Art “Festung der Einsamkeit” von Bluebook-Gründer Nathan gebracht. Dort soll er an einer Testreihe teilnehmen – letzlich soll die Androidin Ava (gespielt von Alicia Vikander) dem Turing-Test unterziehen, das heisst, ob sie fähig ist, wie ein Mensch zu denken, oder vielleicht sogar Emotionen hat. Damit beginnt ein faszinierendes Vexierspiel zwischen dem jungen Programmierer und der Androidin / Künstlichen Intelligenz stets überwacht von dem genialen Multimillardär…

Für die Special Effects in dem Film hat Andrew Whitehursthat übrigens den Oscar bekommen. In einem BBC-Beitrag erklärt er sein Konzept.

Es war übrigens sogar das Regiedebüt für Alex Garland, der zuvor als Drehbuch- und Romanautor (“The Beach”) aktiv war.

Im Zeitalter der seelenlosen Blockbuster, wo man mit Rumms-Krach-Bumm-Special-Effects überschwemmt wird, ein echter Lichtblick.

Was ist ADB ?

ADB ist die Android Debug Bridge, also eine “Brücke” zur Fehlerbehebung bei Android-Handys.  So kann man sein Phone vom PC aus kontrollieren, Backups machen oder sogar eine komplett neue Android-Variante aufspielen, so genannte alternative ROMs. Zunächst schauen wir uns mal die Backup-Funktionen an.

 

ADB auf dem Linux-PC installieren:

sudo apt-get android-tools-adb

und

sudo apt-get android-tools-fastboot

Dann sollte man noch am Handy unter dem Menupunkt Entwickleroptionen

“usb debugging”  und  “adb über Netzwerk” aktivieren

(Falls die Entwickleroptionen nicht erscheinen, bitte zuerst in dem Menü “Über das Telefon” die “Build Nummer” 7 mal drücken, dann ist man Entwickler.)

 

Kann ADB mein Handy sehen?

Der Befehl

lsusb

zeigt USB-Geräte an, z.B.

Bus 002 Device 017: ID 0704:5419 Acer, Inc.

Die Ziffer vor dem zweiten Doppelpunkt ist meine handy-ID.
Diese in die Liste adb.usb.ini im Homeverzeichnis eintragen

echo 0704 >> ~/.android/adb.usb.ini

Dann mit

adb devices

anzeigen:

List of devices attached
acer
FEBE8426F6TGKVJJ    device

Volles Backup

(Achtung: Sollte man in einem eigenenem Verzeichnis machen !!!!)

adb backup -apk -shared -all - f backup.ab

 

Jetzt muss man noch auf dem Handy bestätigen, dass ABD auf es zugreift.

Dann beginnt das Backup, es dauert ne ganze Weile – bei mir so  1-2 Stunden.

 

Backup zurückspielen

Das geht mit

adb restore backup.ab

Das war’s.

 

Nur Apps sichern/installieren

Man kann mit ADB aber auch nur seine Apps sichern, und zwar so:

adb pull /data/app ./

das kann je nach  Hersteller variieren,  also probiert  /data/data, /data/app und /system/app (z. B. bei Oneplus).

 

Mithilfe von ADB kann man umgekehrt auch Apps installieren, also die .apk-Datei(en) vom Computer aufs Handy beamen:

adb install /pfad/zur/datei/anwendung.apk

Soweit, so gut !!

 

Es ist immer mal wieder praktisch, direkt das Signal von der Soundkarte aufnehmen zu können.

Ein einfaches Tool dafür ist MHWaveEdit.

 

Tools installieren

  •  MHWaveEdit installieren, über das Software-Center oder synaptic oder per Kommandozeile:
sudo apt-get install mhwaveedit

Dann brauchen wir noch:

  • Das Paket Pulse Audio Volume Control
sudo apt-get install pavucontrol

 

Jetzt mit ALT + F2 “pavucontrol” starten und im Reiter “Aufnahme” “Monitor of internes annalog Stereo” auswählen

Bildschirmfoto-pavucontrol

 

Im Programm MhwaveEdit dann den roten Aufnahmeknopf ganz rechts oben klicken:

Bildschirmfoto-mhWaveEdit

es erscheint ein Aufnahmefenster, dort sieht man dann den Eingangslevel

screenshot-mixer

 

Aufnehmen

Jetzt im Fenster des Browsers oder in Pulse Audio die Lautstärke anpassen – die Anzeige sollte nicht rechts an die Grenze stossen.

Dann die Quelle abspielen und im Mixerfenster “Beginne Aufnahme” klicken. Man kann auch ein Zeitlimit für die Aufnahme setzen.

 

Danach “Aufnahme anhalten” klicken und “Fertig”.

Dann abspeichern als Ogg Vorbis (Achtung: nicht das “OGG container format”, sondern weiter unten) oder MP3 oder am besten FLAC, das hat die beste Qualität.

Unten im Fenster sieht man dann die Fortschrittsanzeige mit einem weissen Balken.
Voila !

Diesmal: Test von Ubuntu MATE 15.10; Sicherheit vs. Überwachung; Jolla in Nöten; Was einem passieren kann, wenn man im Web seinen Ausweis hochlädt; und Freie Software-Einkaufstipps für Weihnachten!

Download OGG
Download Mp3

 

rss RSS feed abonnieren

(Rechtsklick -> Link kopieren und in euren

Podcast-Client als “neues Abonnement” einkleben)

 gucview_kl

Shownotes

News

 

Frankreich: On encryption and terrorists
Der Krypto-Spezialist Nadim Kobeissi (Entwickler von Cryptocat und miniLock) meint, Kryptografie sei eine Stütze der Demokratie und nicht der Terroristen. Siehe auch diesem Artikel (frz.) in Le Monde

 
Grossbritannien: “Snooper’s Charter” legitimiert weitgehende Überwachung

Britische Internetfirmen müssen demnach zwölf Monate lang die Online-Aktivitäten ihrer Kunden speichern, die dann fröhlich für data-mining genutzt werden, sie wollen in alle Verschlüsselung reingucken. Zum ersten Mal soll ein einziges Gesetz sämtliche Bereiche digitaler Spionage regeln.

 

NSA-Skandal: EU-Parlament fordert Aus für Massenüberwachung und Schutz für Snowden

Das EU-Parlament hat mit einer Entschließung Druck auf die EU-Kommission und andere Brüsseler Behörden gemacht, Konsequenzen aus dem NSA-Skandal zu ziehen. Die Grundrechte der Bürgerseien  im Lichte der Enthüllungen über die Massenüberwachung durch Geheimdienste nach wie vor nicht hinreichend geschützt. Der “gesamte Internetverkehr” soll Ende-zu-Ende-verschlüsselt werden. Und: EU-Staaten werden aufgefordert, etwaige Strafanzeigen gegen Edward Snowden fallen zu lassen.

 

Bad News: Jolla (und damit Sailfish OS) kämpft ums Überleben

Bei einer Finanzierungsrunde im November sei der wichtigste Investor abgesprungen, es fehlen offenbar rund 10 Millionen Dollar.

“Jolla kämpft ums Überleben“, sagt Chef Antti Saarnio in einem Blogbeitrag. Jolla hat bereits einen Großteil der Belegschaft entlassen und Gläubigerschutz nach finnischem Recht beantragt.

 
Ärger bei Kubuntu : Chefentwickler Jonathan Ridell tritt zurück

Als Grund nennt Riddell  die falsche Markenpolitik, die Canonical ändern müsse.

 

Erste CyanogenMod 13-Variante ist raus

 

Raspberry Pi Zero für 5 Dollar

Dazu passt: Raspberry Pi, von britischen Schülern gebaut, fliegt zur ISS

 
Geburtstage: Der Linux Kernel ist 24 !!!

Vor 24 Jahren postete Linus seine berühmte message

5 Jahre Libre Office !!!

Das Projekt hat nach eigenen Angaben mehr als 1000 Entwickler

Und: 20 Jahre GIMP !!

Die freie Bildbearbeitungs-Software ist auch schon 20…

 

Erkenntnis des Monats

Seltsame Erfahrungen bei dem Problem: Wie identifiziere ich mich im Internet?

AirBnB lädt deinen Ausweis auf einen Server einer externen Firma hoch, ohne Dich zu fragen!

->> Wer ist netverify ???

Ansätze zu staatliche verordneter Identität: die so genannte DEMail von 2011 – Kritik daran vom CCC

und France connect

Distro-Test: Ubuntu 15.10 MATE

  • Bootet superschnell
  • Design grün, aber eigentlich klassisches Ubuntu von 10.10
  • Welcome Center – sehr ähnlich wie Mint

welcome

  • Software: Basic, aber korrekt, aktuelle Versionen zB.
  • Libre Office 5.0.2.2,
  • Firefox 41.02,
  • Shotwellfür Fotos, Gucview für Webcam, VLC, Rhythmbox als Media Player

 

  • Plank: Eine Apple-ähnliche Leiste unten

15.10 Plank_kl

 

  • Dazu gibt es das altes Ubuntu Sytem-Menu mit Applications und Preferences, immer noch leicht verwirrend

 

 

  • Tweak Tool: fast identisch wie Linux Mint, aber verschiedene vorkonfigurierte Layouts, von Windows bis Apple-ähnlich

tweak_kl

  • Compiz für 3D-Effekte kann aktiviert werden
  • Kernel: 4.2.0-16-generic, sehr aktuell
  • Speicher: Belegt (im Livebetrieb) ca. 500 MB
  • Accessibility-Tools u. a. für Sehbehinderte

 

sonst noch frisch veröffentlicht:

TAILS 1.7

Fedora 23

 

Tipp

Weihnachts-Einkausführer der Free Software Foundation

Na dann tschüss !!

Um unter Linux zu twittern, ohne den Webbrowser und twitter.com zu benutzen, habe ich mal mehrere Programme ausprobiert.

Fazit: Von den drei, die ich getestet habe, ist nur einer wirklich brauchbar: Birdie.

 

Hello, Birdie

Birdie Screenshot  Die erste Veröffentlichung stammt von März 2013, das Projekt ist also noch relativ jung.

Pakete gibt es für Ubuntu 14.04 (also auch Linux Mint 17), Fedora, Open Suse, Arch, Elementary OS und Debian.

Das Interface ist sehr aufgeräumt, und bietet die User-Timeline, Nachrichten, Mentions, Profil und Suche. Mit dem Briefumschlag-Icon links oben kann man einen neuen Tweet  absetzen.

Das sind zwar noch nicht alle Funktionen, die etwa Tweetdeck bietet,  aber ich ziehe eine eigene Linux-Anwendung auf jeden Fall einem webclient  vor.

 

 Andere Linux-Twitterclients: Enttäuschend

 

Sowohl Gwibber als auch die KDE-Anwendung Choqok funktionierten bei mir unter Linux Mint 13 oder 17 nicht richtig: Bei Gwibber taten einige Funktionen einfach gar nichts, während Choqok unter Mint 13 überhaupt nicht starten wollte – offenbar fehlten einige KDE-Bibliotheken, ich konnte aber nicht rausfinden, welche.  Es gibt noch eine Reihe anderer Twitter-Anwendungen, etwa Hotot. Schaut Birdie an, probiert andere aus – und wenn ihr was Gutes findet, schreibt es hier in die Kommentare!

 

 

Photo of a Raspberry Pi  Wenn man Owncloud, die Alternative zu kommerziellen Cloud-Diensten wir Dropbox oder Google docs, auf dem  Raspberry Pi installieren will, gibt es zwar sehr gute Anleitungen im Netz.

Nun habe ich aber ein Skript endeckt, das verspricht, die verschiedenen Installationsschritte auf einmal zu erledigen:

OwncloudPie.

Man kann als Server zwischen Nginx und Apache auswählen, ein SSL-Zertifikat erstellen, und bestehende Owncloud-Installationen upgraden.

 

Empfehlenswert!

 

Die spanische Choreografin Blanca Li hat ein Spektakel geschaffen, in dem Tänzer, NAO-Roboter einer französischen Firma und faszinierende Musik-Maschinen des Japanischen Künstlers  Maywa Denki ein fazinierendes Event auf der Bühne schaffen.  Ich konnte es vor kurzem in Brüssel sehen. Empfehlenswert !

 

 

Spätestens seit Isaac Asimov wussten wir, dass sie eines Tages in unserem Leben eine wichtige Rolle spielen werden: Roboter, Androiden, Maschinenmenschen. Aber dass sie auch in der Kunst EInzug halten, wer hätte das gedacht.

eeepc1-kl1Der Asus eeePC 701 war die Mutter aller Netbooks, und einer der ersten Rechner, der mit Linux verkauft wurden: Mit Xandros Linux: Die Hardware funktionierte gut, aber es gab nur minimale updates, und bald war das System völlig veraltet. Asus bot die folgenden Netbooks mit Windows an und ließ den eeePC als Linux-Maschine “fallen”. Aber sogar 6 Jahre später kann man ihn noch mit einem aktuellen Linux zum Laufen bringen, auch (und vor allem) wenn man eine eeePC-Windows XP-Version gekauft hat und diese nun loswerden will.

 

Problem: Nur 4 GB intern

Die interne (fest eingeschweißte) SSD hat nur 4 GB Kapazität, und die meisten aktuellen Distros brauchen mehr für eine Installation. Aber kein Problem: Wir nehmen dazu die externe SD Card.

 

Den SDCardreader flottmachen

Der SD-Kartenleser ist also gefragt. Er wurde unter den letzten Ubuntu-Versionen nicht ohne weiteres erkannt. Das läßt sich beheben: 

Wir müssen im BIOS was ändern.

F2 beim Hochfahren mehrfach drücken, und dann aus dem BIOS-Menü

“Advanced” -> “OS Installation” wählen.

Wir müssen die Option “START” ändern, diese muss auf “FINISHED” gestellt werden.

Änderungen spreichern und neu booten, jetzt müsste der Cardreader funktionieren.

 

Lubuntu 14.04 installieren

Ich empfehle eine SD-Karte von 16 GB. Da kann man dann eine root-Partition für das System, eine Swap-Partition und sogar eine separate Datenpartition anlegen. Allerdings: Booten von der externen SD ist deutlich langsamer als von der internen SSD, aber es ist noch erträglich.

Macht ein Backup von euren Daten auf dem eeePC, am besten ein Image mit Clonezilla

und dem Master Boot Record, auf dem der Bootloader sitzt.sd_card

Dann kann man Lubuntu vom Live USB-Stick starten (beim Starten ESC drücken und den USB-Stick auswählen) und von dort installieren.

Für die Partitionierung im Ubuntu Installer nutzte ich eine 16 GB SD-Karte:

  • 8 GB für / (root)
  • 6 GB für /home
  • 2 GB für swap.

Man sollte dann überlegen, wo man den Bootloader Grub installiert: Ich habe ihn auf der root-Partition der SD installiert; so kann man noch ein anderes Linux auf der internen Disk behalten und -!- man kann die externe SD auch in einem anderen Computer booten.

Dann läuft die Installation mit dem Ubuntu-Installer ohne weitere Besonderheiten durch.

 

Audio-Fixes

Um die Audio-Inputs und Outputs in den Griff zu kriegen: installiert Gnome Alsamixer (nicht den XFCE-Mixer, der will pulseaudio, und das ist zum Glück in Lubuntu nicht vorhanden).

sudo apt-get install gnome-alsamixer

Mikrofon: In LXDE ist das Mikro deaktiviert. Im Gnome Mixer kann man es wieder aktivieren.

Have fun!